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Meta-Blogging - Die Wahl der Blogsoftware

Geschrieben von Christian Becker in der Kategorie Default


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Nachdem ich mich entschieden habe, mal wieder ein Blog zu schreiben, unter anderem um meine Erfahrungen mit meiner Hausautomatisierung zu schildern, stand ich vor der Entscheidung, welche Blog Software es zu verwenden gilt. Ich kann schonmal vorweg greifen: Es kam zu einer emotionalen Entscheidung.

Als erstes denken die Meisten wahrscheinlich an Wordpress als DIE Blog-Software schlechthin. Gerade in der täglichen Benutzung bietet Wordpress viele Vorteile, da es komplett auf das erstellen von Blogs optimiert ist. Also Wordpress runter laden, auf den Webserver schieben und Glücklich sein? Vergiss es! Die Installation von Wordpress gestaltete sich deutlich komplizierter als erwartet.
Mein Setup sieht vor, dass Wordpress in einem eigenen Container läuft, zusammen mit einem NGINX und der nötigen DB und dieser Container dann per Reverse Proxy angebunden wird. Dies sollte normalerweise kein Problem darstellen, wenn der Reverse Proxy sauber konfiguriert ist und alle relevanten Informationen wie Domain, Protokoll und Port an den Upstream Server weiter gibt. Das ist aber Wordpress alles scheiß egal. Wordpress geht davon aus, dass es direkt auf dem nach außen hin exponierten Webserver betrieben wird. Wobei: Das stimmt auch nur so halb. Bei der installation geht es nämlich hin und ermittelt den Domain Namen, unter dem es soeben ausgeführt wird und schreibt den hart in die Datenbank. Zu dumm, wenn der Naive Admin die Installationsroutine lokal aufruft und die Domain "blog" lautet... ihr könnt euch denken, dass danach nix mehr geht.
Was mit der Domain "funktioniert", funktioniert aber nicht mit SSL. Hier weigert sich Wordpress, die Informationen des Reverse Proxy zu verwenden und nimmt statt dessen die des Upstream. Interessanterweise führt dies nur zu Problemen im Admin-Backend, welches dann in einer Redirect Loop hängen bleibt. Fixen kann man dies übrigens, dass man in der Konfiguration selbst den Code einträgt, der für das Ermitteln des SSL-Status verantwortlich ist (LINK).
Generell gefällt mir an Wordpress nicht, dass es nicht sauber zwischen Webserver und Applikation trennt. Wobei "nicht sauber" eine scherzhafte Umschreibung von "überhaupt nicht" ist. Normalerweise sollte man die Webserver-Konfiguration für eine PHP-Anwendung 1:1 für eine andere PHP-Anwendung verwenden können. Bei Wordpress ist aber nichts Standard, was zu einer riesigen, schier unüberschaubaren Konfiguration führt. (Zum Vergleich: HIER die Joomla Variante).

Nachdem ich mehrere Stunden (letztlich erfolgreich) damit zugebracht habe, Wordpress zu installieren, stellt ich mir die Frage, ob ich wirklich mein Blog auf Basis einer Software aufbauen möchte, die mir bei der Installation schon den Verstand raubt? Die Antwort war klar: Nein.

Da ich in der Vergangenheit bereits mehrere Nicht-Blog-Projekte mit Joomla umgesetzt habe, habe ich mir testweise ein Joomla aufgesetzt. Installationsaufwand: 15min. Joomla hat zwar den Nachteil, dass es nicht für Blogs optimiert ist und deshalb der Einrichtungsaufwand größer ist, aber wenn es einmal läuft, dann läuft es.

Kommentare

schrieb

Oft wird Wordpress aber wenn man nur Webspace hat als One-Click Lösung angeboten und ist innerhalb von einer Minute installiert und somit ist es für den Durchschnittsblogger nicht zulestzt durch die Vielzahl der Plugins und Themes die es kostenlos gibt sehr einfach zu verwenden.

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